“Bayerisches Polizeimuseum Ingolstadt” 7.7.2013

Jul
7
13:25

“Bayerisches Polizeimuseum Ingolstadt” am Sonntag, 7.7.2013, um 13:25 Uhr im Bayerischen Fernsehen

“Nur wer seine Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.” Wilhelm von Humboldts Forderung aus der Geschichte zu lernen, gilt in Deutschland seit der NS-Diktatur für alle staatlichen Organe, gerade auch für die Polizei.

In Ingolstadt kann man im alten Festungsturm Triva der Geschichte der Bayerischen Polizei begegnen – von der Gendarmerie, die 1812 noch Teil des Militärs ist, über die Niederschlagung der Räterepublik 1919 bis zu den erbitterten Auseinandersetzungen um die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf.

Ausführlich dargestellt wird die Gleichschaltung der Polizei nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933, die dazu führte, dass Polizeibataillone auch zu Handlangern des Völkermords wurden. In zahlreichen Briefen und Dokumenten zeigt das Museum, wie unterschiedlich einzelne Polizisten sich in der nationalsozialistischen Diktatur verhielten.

Auch spektakuläre Kriminalfälle wie die bis heute ungeklärten Morde von Hinterkaifeck werden im Museum präsentiert. Streifenfahrzeuge wie der Opel P4 oder der VW Käfer zeugen davon, wie die Jagd der Polizei auf Gesetzesbrecher an Geschwindigkeit gewann. Das Museum in Ingolstadt ist mit seinen zahlreichen Exponaten ein lebendiges Geschichts- und Bilderbuch der Bayerischen Polizei.

“Bayerisches Polizeimuseum Ingolstadt” am Sonntag, 7.7.2013, um 13:25 Uhr im Bayerischen Fernsehen

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