19.5.2013 – Einbrecher nach Brandlegung in Weingut erwischt

20.5.2013 Abtswind. Ein mutmaßlicher Einbrecher ist am Samstagvormittag von einem Hausbewohner auf frischer Tat ertappt worden. Der 35-Jährige hatte zuvor offenbar Bargeld und mehrere elektronische Geräte entwendet und am Tatort Feuer gelegt. Als er zufällig vom Sohn des Hauses entdeckt wurde, ließ er die Beute zurück und flüchtete. Weil der Jugendliche sofort Alarm schlug, konnten alle weiteren Personen das brennende Gebäude unverletzt verlassen.

Drei Männer verfolgten den Tatverdächtigen und übergaben ihn schließlich der Polizei. Bei Löschversuchen und einer Rangelei mit dem Festgehaltenen wurden der Vater und seine beiden Söhne leicht verletzt. Sie wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Gegen den Festgenommenen wurde am Sonntag Haftbefehl erlassen.

Gegen 10.50 Uhr hatte sich ein 35-Jähriger unbefugt Zutritt zum Wohnhaus eines Weingutes in der Rehweiler Straße verschafft. Im Obergeschoss traf der mutmaßliche Einbrecher dann auf einen Sohn der Familie, der ihn zur Rede stellen wollte. Daraufhin ließ der Mann eine Tasche mit Diebesgut und Bargeld zurück und gab Fersengeld. Als der Sohn bemerkte, dass aus dem Schlafzimmer Rauch drang, schlug er sofort Alarm und warnte die übrigen Personen, die sich noch in dem Gebäude aufhielten.

Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass der Brand, den der Tatverdächtige gelegt hatte, relativ frühzeitig entdeckt wurde und alle übrigen Personen durch die Warnung unverletzt aus dem brennenden Gebäude kamen. Die Feuerwehr kümmerte sich anschließend mit zahlreichen Einsatzkräften um die Löscharbeiten an dem Anwesen, dessen Obergeschoss derzeit unbewohnbar ist. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro.

Drei Männer verfolgten den Flüchtigen und konnten ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Anschließend kam ein Bekannter des Einbrechers dazu. Auch er wurde der Polizei übergeben. Die beiden vorläufig Festgenommenen mussten mit zur Dienststelle kommen. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen, die zwischenzeitlich von der Kriminalpolizei Würzburg geführt werden, stellte sich heraus, dass die beiden Ungarn mit einem an der Autobahn geparkten Pkw unterwegs waren. Darin entdeckten die Beamten auch eine geringe Menge Rauschgift.

Der 30-jährige Begleiter des Ungarn wurde nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen und der Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß gesetzt. Für den 35-jährigen Haupttatverdächtigen ordnete die Staatsanwaltschaft Würzburg für Sonntag die Vorführung beim Ermittlungsrichter an. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Mann. Er wurde zwischenzeitlich in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Werbung: