17.5.2013 – Feuer in Breitenberg

17.5.2013 Breitenberg. Unsanft wurden die Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber am Freitag, kurz vor 01.00 Uhr wegen eines Feuers im Büro aus dem Schlaf gerissen. Drei Bewohner wurden verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden noch in der Nacht aufgenommen.

Von den 33 amtlich gemeldeten Heimbewohnern hielten sich zur Brandzeit 25 im Gebäude auf.

Aus noch nicht bekanntem Grund kam es im Büro der Heimleitung im Erdgeschoss zum Brand. Dabei wurden das Büro und ein angrenzendes Vorratslager erheblich beschädigt. Wegen der starken Rauchentwicklung im ganzen Haus mussten die aus dem Schlaf gerissenen Menschen schleunigst das Anwesen verlassen. Ein Teil von ihnen wurde durch Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei evakuiert.

Durch einen Sprung aus einem Fenster im ersten Stockwerk brachte sich ein 19-jähriger Mann aus Sierra-Leone in Sicherheit und zog sich dabei eine schwere Beinverletzung zu. Zwei weitere Bewohner afrikanischer Herkunft – 22 und 27 Jahre alt – wurden mit einer Rauchgasvergiftung bzw. einer leichteren Fußverletzung ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Eine erste vorsichtige Schadensschätzung liebt bei etwa 30.000 Euro.

Durch den am Brandort anwesenden Bürgermeister wurde die notdürftige Unterbringung und Betreuung der unverletzten Heimbewohner in der Turnhalle der Grundschule sichergestellt. Die “Schnelle Einsatzgruppe” des BRK Hauzenberg kümmerte sich um die Bereitstellung von Decken und Liegen in ausreichender Zahl.

Zur Brandursache liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Anhaltspunkte vor. Diesbezüglich haben Beamte des Dauerdienstes der Kriminalpolizei Passau unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls erste Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

Von der Integrierten Leitstelle Passau wurden die Feuerwehren aus Breitenberg, Wegscheid, Thalberg und Gegenbach alarmiert. Die Koordinierung des Löscheinsatzes lag in den Händen von KBR Ascher, KBI Reschke und KBM Venus. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswägen, einem Notarzt sowie dem örtlichen “Helfer vor Ort” im Einsatz.

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