“Wilde Wasser: An der Iller” 20.5.2013

Montag, 20. Mai 2013
19:00

TV-Tipp: “Wilde Wasser: An der Iller” am Pfingstmontag, 20.5.2013, um 19:00 Uhr im Bayerischen Fernsehen
An Pfingsten 1999 kamen die Wassermassen aus den Bergen und hinterließen im Illertal eine Spur der Zerstörung.

Keine andere Katastrophe hat im Allgäu so viele Menschen persönlich getroffen. Der Bergfilmer Gerhard Baur hat mit Betroffenen geredet, deren Hab und Gut von den Fluten zerstört wurde. Bisher unveröffentlichte Filmdokumente zeigen eindrücklich die enorme Zerstörungskraft der Flutwelle.

Aber das Wasser ist auch ein unermüdlicher Landschaftsgestalter und der Mensch nützt schon lange seine Kraft, wie die mittelalterlichen Hammerschmieden bei Hindelang eindrücklich belegen. Im Laufe der Zeit wurden die wilden Wasser der Iller in ein enges Korsett aus mächtigen Dämmen gedrängt. Doch 1999 waren die Wassermassen so groß, dass die Dämme brachen und das wütende Element sich seinen eigenen Weg bahnte.

Eine Jahrhundertflut sei es gewesen, urteilten die Fachleute. Doch nur 6 Jahre später, 2005, erlebte das Allgäu wieder eine Hochwasser-Katastrophe.

“Wir müssen dem Wasser seinen Raum zurückgeben”, fordert Simon Baur, ehemaliger Flussmeister in Sonthofen. 2007 wird das größte Hochwasserschutz-Projekt Bayerns im Seifener Becken fertiggestellt. Im Notfall können sechs Millionen Kubikmeter Wasser in einem natürlichen Polderraum geflutet werden. Ob das ausreicht, wird erst die Zukunft zeigen.

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