Viele neue Radwege im Unterallgäu

4.7.2013 Unterallgäu. Das Radwegenetz im Unterallgäu wird immer dichter: Wie Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner in der Sitzung des Kreisausschusses erläuterte, wurden in den vergangenen drei Jahren insgesamt 38 Kilometer neue Radwege geschaffen und dabei auch zahlreiche Lücken geschlossen. Das Programm zum Ausbau des Netzes wird laut Landrat Hans-Joachim Weirather „Zug um Zug umgesetzt“.

Im Jahr 2010 hatte der Kreisausschuss beschlossen, das Radwegeinvestitionsprogramm aus dem Jahr 1997 fortzuschreiben und die Rad- und Gehwegeverbindungen von 24 Radwegachsen sukzessive auszubauen. Das Programm sieht vor, dass Lücken entlang dieser Achsen nach und nach beseitigt, Verbindungen von Ortsteilen zu Hauptgemeinden verbessert und landschaftlich reizvolle Gebiete für Radler erschlossen werden.

Seit 2010 haben Landkreis, Gemeinden, Freistaat Bayern und Bund laut Pleiner zahlreiche Wege realisiert – ob zwischen Memmingerberg und Trunkelsberg, zwischen Winterrieden und Boos oder zwischen dem Türkheimer Bahnhof und dem Skyline Park.

Weitere Projekte sind nach seinen Worten in der Planung. So gebe es Überlegungen für Radwege zwischen Legau und der Umweltstation in Hub, zwischen Ottobeuren und Markt Rettenbach, zwischen Westerheim und Günz sowie zwischen Salgen und Zaisertshofen. Um die 24 Achsen komplett auszubauen, fehlen Pleiner zufolge noch 50 Kilometer. Insgesamt ist das ausgeschilderte Radwegenetz im Unterallgäu mehr als 1000 Kilometer lang.

 

Weitere Themen in Kürze

  • Konzept für Regio-S-Bahn sieht neue Haltestellen vor: Das vom Regionalverband Donau-Iller geplante Konzept für eine Regio-S-Bahn sieht verschiedene Verbesserungen im Unterallgäu vor. Wie Gerhard Sommer im Kreisausschuss erläuterte, sind auf der Strecke der Illertalbahn zusätzliche Haltepunkte in Pleß, Fellheim, Heimertingen und Buxheim geplant. Daneben soll es auch im Bereich Memmingen neue Halte in Amendingen und am Klinikum/BBZ geben. Die Regio-S-Bahn-Linie S6, Ulm-Memmingen-Buxheim, soll stündlich verkehren. Ferner sei auf der Mittelschwabenbahn ein neuer Halt am Mindelheimer Maristenkolleg vorgesehen, so Sommer. Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag, den Planungen zuzustimmen. Außerdem sprach er sich dafür aus, den Regionalverband bei der Umsetzung des Konzepts zu unterstützen.
  • Windkraft-Entwicklungsgesellschaft soll Ende Juli gegründet werden: Um die Wertschöpfung aus der Windkraft in der Region zu halten und eine Bürgerbeteiligung an Windkraftanlagen zu ermöglichen, soll Ende Juli eine Entwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen gegründet werden. Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag, sich mit rund 40.000 Euro an der Gesellschaft zu beteiligen.
  • Landkreis fördert Brandschutz stärker: Der Landkreis Unterallgäu fördert den Brandschutz künftig noch stärker. Der Kreisausschuss beschloss eine entsprechende Neufassung der Richtlinien.
  • 7000 Euro für Beratungsstelle: Der Landkreis Unterallgäu fördert die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (EFL) der Diözese Augsburg im Jahr 2013 mit einem Zuschuss in Höhe von 7000 Euro, so der Beschluss des Kreisausschusses.
  • Zusammenarbeit bei Straßenausbau zugestimmt: Der Landkreis Unterallgäu stemmt den Ausbau der Ortsdurchfahrt Dorschhausen und der Wolfertschwender Steige gemeinsam mit der jeweiligen Kommune. Der Kreisausschuss stimmte entsprechenden Vereinbarungen zu.
  • Vorschlag für Leitung der Kreistagswahl: Abteilungsleiterin Ulrike Klotz soll bei der Kreistagswahl am 16. März 2014 Kreiswahlleiterin sein, Sachgebietsleiter Karl Schönhaar ihr Stellvertreter.  Das empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag.
  • Aufstufung zu Kreisstraßen abgelehnt: Die Gemeindeverbindungsstraßen zwischen Egg an der Günz und Niederrieden sowie zwischen Egg an der Günz und Inneberg werden nicht zu Kreisstraßen aufgestuft. Der Kreisausschuss lehnte die Anträge unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien ab.
  • Überplanmäßige Ausgaben: Für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Dorschhausen und den Ausbau der Wolfertschwender Steige fallen voraussichtlich überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 630.000 Euro an. Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner begründete dies unter anderem mit Preissteigerungen und einer Erhöhung des Bauumfangs. Für den Landkreis Unterallgäu entsteht laut Kreiskämmerer Gunther Füßle dadurch aber keine Mehrbelastung. Die zusätzlichen Kosten würden durch die ebenfalls gestiegenen Zuschüsse aufgefangen. Der Kreisausschuss empfahl dem Kreistag, die zusätzlichen Ausgaben zu genehmigen.

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