Stadtrat Memmingen über Energiebericht 2021 informiert

24.11.2022 Memmingen. Gesamtkosten für Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch liegen bei rund 2,19 Millionen Euro.

Die Beauftragten des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza!), Felix Geyer und Rainer Moll, präsentierten dem Stadtrat in der letzten Sitzung den Energiebericht der Stadt Memmingen von 2021. Der Energiebericht umfasst 57 Gebäude und Liegenschaften der Stadt und wird im Rahmen des kommunalen Energiemanagements (KEM) erstellt. 

Grundlage für den Energiebericht ist die monatliche Verbrauchserfassung von Wärme, Strom und Wasser, mit der die Liegenschaften überwacht werden. Dadurch können mögliche Einsparpotenziale lokalisiert sowie mögliche Schäden über einen erhöhten Verbrauch frühzeitig erkannt werden. 

eza! erläuterte den Mitgliedern des Stadtrats die Zahlen zu den Verbrauchsänderungen von 2021 zum Vergleich zum Vorjahr 2020. Der witterungsbereinigte Wärmeverbrauch aller Liegenschaften stieg im Jahr 2021 um 4 Prozent an und der Stromverbrauch um 8 Prozent. Der Wasserverbrauch hingegen reduzierte sich um 9 Prozent.

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Die Gesamtkosten für den Wärme-, Strom- und Wasserverbrauch der Liegenschaften der Stadt Memmingen lagen im Jahr 2021 bei rund 2,19 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Wärmekosten um 8 Prozent und die Stromkosten um 7 Prozent. Die Wasserkosten reduzierten sich um 2 Prozent.

Durch den Wärme- und Stromverbrauch fielen im Jahr 2021 Treibhausgasemissionen in Höhe von 4.945 Tonnen an. Die CO2-Emissionen im Bereich Wärme stiegen um 3 Prozent, die Emissionen im Bereich Strom um 8 Prozent.

Die Änderungen der Verbrauchszahlen wurden durch die Einbrüche im Pandemie-Jahr 2020 bedingt. So waren hier einige Gebäude, wie beispielsweise die Schulen, weniger stark genutzt, was zu sinkenden Verbräuchen vor allem beim Wasser führte. Im Jahr 2021 kam es zudem zu steigenden Energiepreisen, die sich ebenfalls auf das Ergebnis auswirkten. Verglichen mit den Zahlen der Jahre 2018 und 2019 zog eza! die Bilanz, dass sich die Verbrauchswerte im Jahr 2021 wieder in ähnlichen Bereichen bewegen.

Um zukünftig Energie- und Wärmekosten reduzieren zu können, sollen für verschiedene Liegenschaften Sanierungspläne für die nächsten fünf bis zehn Jahre werden. Als Maßnahmen sind beispielsweise Verbesserungen der Gebäudehüllen, Erneuerungen der Regelungstechniken und Alternativen zu Heizöl und Erdgas angedacht. 

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