“Paul Kemp – Alles kein Problem” 3.10.2013

Donnerstag, 3. Oktober 2013
20:15

“Paul Kemp – Alles kein Problem” am Donnerstag, 3.10.2013, um 20:15 Uhr in ORF 2
Start der ORF-2-Serie mit u. a. Weitzenböck, Friesz, Mottl, Zeiler und Dangl in weiteren Rollen

Wien (OTS). Gemeinsam mit fast elf Millionen österreichischen und deutschen Zuseherinnen und Zusehern und Partnerin Adele Neuhauser wurde Harald Krassnitzer zuletzt an einen “Tatort” in Wien gerufen.
Ab 3. Oktober ist er, wie er selbst sagt, “eine Mischung aus Rechtsanwalt, Pfarrer, Psychologe, Hausarzt und bestem Freund”.

Denn dann geht der Publikumsliebling (jeweils Donnerstag um 20:15 Uhr in ORF 2) als Serienheld unter die “Mediatoren” und versucht dort, zwischen Konfliktparteien zu vermitteln – für den titelgebenden “Paul Kemp – Alles kein Problem“.

Nur in den eigenen vier Wänden sieht alles ganz anders aus. Einen ersten Einblick gewährten Harald
Krassnitzer sowie die weiteren Hauptdarsteller Katja Weitzenböck, Michou Friesz, Erika Mottl, Johannes Zeiler und Michael Dangl gestern, am Mittwoch, dem 18. September 2013, im Rahmen eines Presse-Abendessens in Wien. Unter den Gästen waren u. a. ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis, Chefdramaturg Alexander Verdernjak, Harald Sicheritz und Wolfgang Murnberger, zwei von insgesamt drei Regisseuren, die beiden Drehbuchautoren Uli Brée und Klaus Pieber sowie Produzent Kurt Stocker, Producerin Isabel Sztriberny und Dr. Ed Watzke, der Berater der Serie.

Von Assinger bis Zauner: topbesetzte Gastrollen

Neben Harald Krassnitzer sind in der in Wien und Niederösterreich gedrehten vorerst 13-teiligen ORF-Serie in weiteren Hauptrollen u. a. Katja Weitzenböck als seine Ehefrau, Michou Friesz als treue Mitarbeiterin, Erika Mottl als Mutter und Michael Dangl als Nachbar zu sehen. Weiters vor der Kamera standen Nikolaus Paryla, Judith Rosmair, Alexander Lutz und Johannes Zeiler. In Episodenrollen sind u. a. Armin Assinger, Wolf Bachofner, Gabriel Barylli, Emily Cox, Alfred Dorfer, Andrea Eckert, Julie Engelbrecht, Serge Falck, Gerald Greiner, Maddalena Hirschal, Philipp Hochmair, Andreas Kiendl, Erni Mangold, Juergen Maurer, Wolfgang “Fifi” Pissecker, Manuel Rubey, Christopher Schärf, Florian Scheuba, Michael Schönborn, Simon
Schwarz, Johannes Silberschneider, Franziska Weisz, Susanne Wuest, Martin Zauner zu sehen. Regie führten Harald Sicheritz, Sabine Derflinger und Wolfgang Murnberger. Die Drehbücher verfassten Uli Brée und Klaus Pieber. Als Berater stand dem Team Dr. Ed Watzke zur Seite.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: “Thema mit großer gesellschaftlicher Relevanz”

“Einerseits stehen wir unter Sparzwang, andererseits zeigen wir, dass
wir mit dem Geld, das wir durch die Gebührenrefundierung bekommen
haben, tolle Produktionen schaffen und unter anderem insgesamt in den
nächsten Monaten 100 neue Folgen österreichischer und koproduzierter
Folgen zeigen können. Denn wir können das Geld dort investieren, wo
es beim Publikum ankommt – und zwar nicht nur beim österreichischen.
Denn wie für viele andere Produktionen wurde auch für ‘Paul Kemp’ in
anderen Märkten bereits reges Interesse bekundet. Mit ‘Paul Kemp’
findet das Berufsbild des Mediators erstmals Eingang in eine
deutschsprachige Hauptabendserie, und einmal mehr geht es um ein
Thema, das große gesellschaftliche Relevanz hat, noch mehr bekommen
wird und zur öffentlichen Diskussion anregt.”

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: “Beste Unterhaltung nah am Menschen”

“‘Paul Kemp’ zeigt mit einem Augenzwinkern auf sehr unterhaltende Art
und Weise zwischenmenschliche Konflikte, in welchen sich unser
Publikum vielleicht in der einen oder anderen Situation wiederfindet.
Im realen Leben gehen solche Situationen leider nicht immer gut aus,
bei ‘Paul Kemp’ werden die Wege aus dem Dilemma aber immer mit
Charme, Witz und Originalität gelöst. Der ORF bringt seinen Zusehern
mit ‘Paul Kemp’ eine Unterhaltungsserie, die mit allem Humor und
dramaturgischer Überspitzung sehr nahe an den Menschen ist. Nicht
zuletzt dank der hervorragenden Darstellung von Harald Krassnitzer
als Mediator und seinen Schauspielerkolleginnen und Kollegen. Dass
Unterhaltung mit all ihren Facetten im ORF auch Relevanz zeigt,
beweist diese mit der ARD eigenproduzierte Serie erneut. Mein Dank
gilt hier vor allem den Autoren Uli Brée, Klaus Pieber und dem
ORF-Redakteur Alexander Vedernjak. Sie haben Figuren und Geschichten
erschaffen, die überzeugen, unterhalten und zutiefst menschlich
sind.”

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis: “A work of fiction”

“‘Paul Kemp – Alles kein Problem’ ist eine Serie, gefüllt mit Fällen,
die kein Krimi sind – sondern Alltagskonflikte, an denen sich ein
Mediator versucht und bewährt. Dort gelingt es ihm. Was ihm nicht so
gut gelingt, ist das Private und Geschäftliche: Die Ehe kracht, das
Verhältnis zur Familie und die Firma Kemp erst recht. Und
Geschäftstalent ist er auch keines. Und noch ein Hinweis, ein
Beipackzettel sozusagen: This is a work of fiction und kein
Dokumentarfilm über Mediation. Das heißt, Verkürzungen und
Vereinfachungen, dramaturgische Zuspitzungen etc. sind klarerweise
vorhanden. So wie ‘Der Winzerkönig’ kein Lehrfilm für die
Weinbauschule sein kann. Oder ein ‘Tatort’ für die Polizeischule.
Trotzdem sind wir gut recherchiert, authentisch nahezu. Unser
General-Konsulent für die Geschichte, Dr. Ed Watzke, ist ein alter
Hase im Geschäft und ist auf der offiziellen Liste für empfohlene
Mediatoren des Justizministeriums. Wenn sich insgesamt für
Mediatorinnen und Mediatoren ein breites öffentliches Verständnis
entwickelt, dann ist das gut und richtig. Der Hauptzweck der Serie
ist aber ein funktionierender Hauptabend, dessen Themen und Fälle
sich aus der Realität speisen.”

Harald Krassnitzer: “In erster Linie geht es um Unterhaltung und Spaß”

Wer ist dieser titelgebende Paul Kemp? “Im Grunde seines Herzens ist
er ein Chaot, weil er vieles in seinem Leben einfach nicht auf die
Reihe kriegt. Privates und Geschäftliches hat er nicht in der Hand,
aber er ist ein halbwegs fähiger Mediator und übt seinen Beruf mit
einer gesunden und lustigen Leidenschaft aus”, beschreibt Harald
Krassnitzer seine Rolle. “Natürlich ist es spannend, wenn eine Figur
auch Schattenseiten hat. Und ich bin sehr dankbar, dass Uli Brée sie
so vielseitig geschaffen hat, weil es einfach mehr Spaß macht zu
spielen.” Und weiter: “Es gehört doch auch zum Menschsein dazu, dass
man lieber bei anderen die Fehler sucht als bei sich selber, das ist
die leichteste Variante von Lebensbewältigung. Dass das oft
komplizierter ist und Verquickungen hat, die einen dann doch in die
Schuldfrage miteinbeziehen, das berücksichtigt man nicht. Und das ist
die schöne Arbeit von Mediatoren: Die Blickwinkel zu verändern und es
darüber relativ zu einer Auflösung zu bringen – und natürlich auch
auf einen besseren Weg.” Und weiter über die Serie: “In erster Linie
geht es um Unterhaltung und Spaß, es ist eine Familienserie, die auch
zeigt, dass die Möglichkeit der Mediation nicht nur immer etwas sein
muss, was in der Tiefenpsychologie beheimatet ist, sondern manchmal
auch schräg und humorvoll sein kann.”

Uli Brée: “Absolutes Fernseh-Neuland”

Ulli Brée, der gemeinsam mit Klaus Pieber für die Drehbücher zur
Serie verantwortlich zeichnet, über die Figur: “Paul Kemp ist mir
leider sehr nah, weil ich es oft ähnlich empfinde wie in meinem Leben
– vieles trifft schon auch auf mich zu. Ich kann Figuren zum Beispiel
sehr gut analysieren und weiß, wo das Problem dieses Charakters
liegt, aber bei mir selber scheitere ich schon auch mal jämmerlich.”
Über den Berufszweig: “Während ein Anwalt für seinen Mandanten in den
Krieg zieht, versucht der Mediator im Vorfeld den Streit zu
schlichten, um es erst gar nicht bis zu einer Gerichtsverhandlung
kommen zu lassen. Sein Job ist also, Frieden zu stiften. Ein durchaus
interessanter Ansatz in der heutigen Fernsehlandschaft. das ist
absolutes Fernseh-Neuland und auch ein durchaus mutiger Schritt.” Wie
sich Uli Brée auf die Serie vorbereitet hat? “Ich habe mich in die
Materie eingelesen, bin dann auf ein Buch von Ed Watzke gestoßen –
und habe mir gedacht, das ist super. Der geht anders damit um. Der
legt die Leute irgendwie rein, lässt sie selbst draufkommen, was ihr
Problem ist. Viel spielerischer und mit hochinteressanten Fällen. Er
ist im weitesten Sinne schon Vorbild für die Figur. Viele Fälle
beruhen auf Gesprächen mit Ed Watzke, der auch jedes Buch zum Lesen
bekommen und schon auch mal gesagt hat: ‘Zurück an den Start.’ Und
gleichzeitig muss man den Fernsehgesetzen gerecht werden und alles
entsprechend kulinarisch aufbereiten.”

Dr. Ed Watzke: “Mit Humor und Kreativität geht vieles leichter”

Dr. Ed Watzke stand für die Serie als Berater zur Verfügung: “Für
mich war das eine Welt, die ich bisher so gut wie gar nicht gekannt
habe – und für das Gegenüber war es auch so. Aber der Funke ist von
Anfang an übergesprungen. Konflikte gab es keine, und es war eine
sehr tolle und erfreuliche Erfahrung.” Über die Serie: “Ich finde es
ganz toll, dass das Berufsbild der Mediation überhaupt in einer
Fernsehserie eine tragende Rolle spielt. Aber es wäre absurd, den
Anspruch zu erheben, dass in einer Unterhaltungssendung tatsächlich
gezeigt wird, wie im wirklichen Leben Mediation stattfindet. Aber
vieles, was Uli Brée und Klaus Pieber in den Drehbüchern verarbeitet
haben, sind Fälle, die in meiner eigenen Praxis passiert sind. Aber
natürlich gibt es Unterschiede.” Was ein Mediator mitbringen muss?
“Man muss die Menschen lieben – es ist keine Technik, es ist keine
Wissenschaft. Es hat viel zu tun mit Erfahrung, Empathie, und mit
Humor und Kreativität geht vieles leichter. Wenn wir Außenstehende
sind, egal ob Mediatoren, Therapeuten, Berater, Nachbarn oder
Freunde, haben wir natürlich die Möglichkeit, von außen auf ein
System oder Muster zu blicken. Aber wenn wir selbst verstrickt sind,
haben wir diesen Blick nicht. Deshalb benötigen auch Therapeuten
manchmal Therapie, deshalb sündigen auch Pfarrer und deshalb haben
Mediatoren Konflikte – das ist nur allzu menschlich.” Und
abschließend: “Ich hoffe und wünsche mir, dass es im Bewusstsein des
Publikums Eingang findet, dass es so etwas wie Mediation gibt und
dass man mit Konflikten auch konstruktiv, kreativ und anders umgehen
kann.”

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