Lotterie-Gewinn-Abzocke

19.9.2013 Pfronten. In letzter Zeit kommt es wieder häufiger vor, dass Bürger einen Anruf erhalten, sie hätten eine größere Summe im Lotto gewonnen.

Um an das Geld zu gelangen, welches im Ausland oder sonst bei einem Rechtsanwalt/Notar verwahrt werde, müsse man z. B. 2.000 Euro bezahlen. Die Bezahlung soll dann mittels Ukash oder Western Union erfolgen. Hierbei handelt es sich um Zahlungssysteme bei denen das Geld bar bei einer Stelle einbezahlt wird.

Bei U-Cash benötigt der Abholer lediglich einen Zahlencode, den er vom Einzahler bekommt, um das Geld bei jeder x-beliebigen UKash-Stelle abzuholen. Western-Union verlangt für die Auszahlung zwar die Vorlage eines Ausweises, was aber für die Täter auch kein Problem darstellt, da sie in der Regel gestohlene oder gefälschte Dokumente verwenden.

Der Polizei ist es in diesen Fällen nahezu unmöglich die Identität des Geldabholers festzustellen. Besonders dreist gingen die Täter bei einem Fall in Pfronten vor. Sie riefen bei einer jungen Frau an und teilten mit sie habe beim Lotto 79.000 Euro gewonnen. Sie könne das Geld aber erst erhalten wenn sie 2.000 Euro mittels Western-Union in die Türkei überweise.

Dies tat sie dann und fuhr in Urlaub. Als sie aus dem Urlaub zurück kam, erhielt sie erneut einen Anruf, mit dem Hinweis, dass nun die Frist abgelaufen sei und sie nochmals 2100 Euro zahlen müsse, um das Geld zu bekommen. Auch dies tat sie.

Die Polizei warnt deshalb noch ein mal eindringlich nicht auf solche Anrufe oder schriftlich Mitteilungen einzugehen.
(PSt Pfronten)

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