Betrug über Messenger-Dienst – Betrüger erbeuten knapp 20.000 Euro

9.1.2023. Zwischen Donnerstag, 05.01.2023 und Sonntag, 08.01.2023, kam es im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wieder zu Betrügen über einen bekannten Messenger-Dienst. Insgesamt 19 Anzeigen gingen bei den Polizeidienststellen ein. Die Betrüger waren in sechs Fällen erfolgreich und erbeuteten eine Summe von etwa 20.000 Euro.

 
Das Phänomen

„Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Deshalb habe ich eine neue Nummer. Die alte Nummer kannst du löschen.“ So oder so ähnlich lautet die erste Nachricht der Betrüger. Die Täter geben sich als Angehörige aus, geben einen Defekt ihres Mobiltelefons vor und dass sie deshalb eine neue Nummer hätten. Im weiteren Verlauf chattet der Schreiber dann freundlich mit den Angeschriebenen. Doch dann wird es ernst: Der Betrüger gibt vor, dass sein Onlinebanking nicht mehr funktionieren würde und bittet um dringliche Überweisung einer Rechnung.
 
Erfolgreiche Taten in den Landkreisen Oberallgäu, Lindau und Günzburg

(Foto: Polizei)

Im Zeitraum vom 05.01.2023 bis zum 08.01.2023 waren die Täter in den Landkreisen Oberallgäu, Lindau und Günzburg erfolgreich.

IMMENSTADT. Am 07.01.2023 erhielt eine 52-Jährige eine Nachricht ihrer angeblichen Tochter. Diese gab an, dass sie eine neue Nummer habe und bat im weiteren Verlauf um eine Überweisung in Höhe von knapp 2.000 Euro. Da die Geschädigte keine Echtzeitüberweisung getätigt hatte, forderte die unbekannte Täterschaft erneut Geld, diesmal in Höhe von 2.350 Euro. Die 52-Jährige erkannte daraufhin den Betrug. Die bereits getätigte Überweisung konnte gestoppt werden, sodass kein Vermögensschaden entstand.

LINDAU. In Lindau erhielt ein 68-Jähriger ebenfalls eine Nachricht seiner angeblichen Tochter. Die Täter erbaten in diesem Fall eine Überweisung in Höhe von 10.000 Euro. Der Geschädigte überwies letztlich 6.300 Euro auf zwei verschiedene deutsche Konten.

LKR. GÜNZBURG. Am erfolgreichsten waren die Täter im Landkreis Günzburg. Vier Geschädigte aus Günzburg, Leipheim, Ichenhausen und Neuburg a.d. Kammel wurden um insgesamt knapp 14.500 Euro betrogen.
 
So können Sie sich schützen

Fragen Sie sich bei Empfang von Nachrichten über einen Messengerdienst:

Meldet sich ein neuer, unbekannter Kontakt?
Gibt der Kontakt sich als Angehöriger aus?
Will er Geld von Ihnen?
Kann er angeblich nicht anrufen oder eine Sprachnachricht senden?

Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantworten können: Vorsicht – Betrug!

Seien Sie bei Nachrichten mit unbekannten Handynummern misstrauisch.
Rufen sie den Angehörigen auf der altbekannten Nummer zurück.

(PP Schwaben Süd/West, Sc)

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