Besucher der Bürgerinformation begrüßen Pläne zur geplanten Transformation des Puppentheatermuseums in Kaufbeuren

10.11.2021 Kaufbeuren. Am vergangenen Montag, 8. November 2021, hatten Puppenspielverein Kaufbeuren und Stadtverwaltung zu einem gemeinsamen Bürgerinformations-Abend in den Stadtsaal geladen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse konnte neben Vertretern der Verwaltung und des Vereins eine Reihe von Unterstützern, darunter die Bürgerstiftung und den Heimatverein, begrüßen.

Fortschritte in Museum und Theater

In einer anschaulichen Präsentation zeigte die neue Vereinsvorsitzende Ekatharina Sperling die bisherigen Fortschritte.

Dazu gehören die Säuberung, Entrümpelung und Inventarisierung des Museums im Spielbergerhof ebenso wie die schrittweise Sanierung und Modernisierung des Puppentheaters an der Wagenseilstraße.

Animierte 3D-Modelle veranschaulichten, wie sich Besucher nach der Digitalisierung künftig virtuell durch die alten Museumsräume bewegen können.

Breite bürgerschaftliche Unterstützung notwendig

Von den gut 20 Personen, die sich in Leserbriefen und persönlichen Anschreiben kritisch zu den Transformationsplänen geäußert hatten, hatte leider niemand den Weg in den Stadtsaal gefunden.

Oberbürgermeister Bosse bedauerte dies auch angesichts der Tatsache, dass diese namentlich eingeladen worden waren.

Die Zuhörer im Saal waren sich einig im gemeinsamen Ziel.

Die Chance auf eine kontroverse sachliche Diskussion verstrich an diesem Abend jedoch ebenso ungenutzt wie die Gewinnung weiterer bürgerschaftlicher Unterstützung, die für die ehrgeizigen Vorhaben dringend notwendig ist.

Weitere große Herausforderungen

Johann Marschall von der Bürgerstiftung und Oberbürgermeister Stefan Bosse sicherten ihre Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten sowohl für die bisherigen Maßnahmen als auch für die künftigen Pläne des Puppenspielvereins zu.

Dr. Ulrich Klinkert, Vorsitzender des Heimatvereins, bezeichnete die Weichenstellungen als momentan einzig möglichen Weg und zeigte sich angetan von der vorgestellten Digitalisierung des Puppentheatermuseums.

Stadt und Verein wiesen allerdings deutlich darauf hin, dass auf alle Beteiligten große Herausforderungen warten.

Mit der Einlagerung des gesamten Museumsbestandes in einem externen Depot ist die geschlossene Aufbewahrung aller Exponate zunächst gesichert.

Die abschließende Räumung des Hauses und die Ergänzung des Puppentheaters um Museumsflächen erfordern jedoch noch große personelle und finanzielle Anstrengungen.

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