Aus der Korridorvignette “Pfändertunnel” zum 3.7.2013

24.5.2013.Lindau (Bodensee) – Gestern hat die Asfinag das Aus der Korridorvignette zum 3. Juli hin verkündet.

Landrat Elmar Stegmann hat sich daraufhin in einem weiteren Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer gewandt. Denn urspünglich waren von der Österreichischen Bundesregierung Gespräche mit den Betroffenen vor Ort angekündigt worden.

Außerdem hatte die Österreichische Verkehrsministerin Doris Bures in einem Schreiben an Ministerpräsident Horst Seehofer sowie an Staatsminister Martin Zeil erklärt, dass Österreich im Sinne der sehr guten nachbarschaftlichen Beziehungen gerne bereit ist, durch Begleitmaßnahmen die negativen Auswirkungen bei Auslaufen der Korridorvignette zu verhindern.

Mittlerweile steht das Ergebnis aller Bemühungen fest: ohne eine weitere Rücksprache oder Erklärung hat die ASFINAG nun verkündet, dass die Korridorvignette zum 3. Juli auslaufen wird. Von entsprechenden Begleitmaßnahmen, wie in den Schreiben angekündigt, konnte man in der Pressemitteilung nichts lesen.

Landrat Stegmann findet dafür klare Worte: „Ich bedauere sehr, dass die Österreichische Bundesregierung und die Asfinag nun ohne weitere Gespräche mit den Nachbarn auf deutscher Seite das Erfolgsmodell „Korridorvignette“ beerdigen und dies, obwohl vom Österreichischen Außenminister gegenüber Ministerpräsident Seehofer angekündigt worden war, nach einer besseren Lösung zu suchen. Damit wird die Asfinag leider einmal mehr ihrem ohnehin schon ramponierten Image als staatlich lizensierter Betrieb der Wegelagerei mehr als gerecht. Bisher bestand die Möglichkeit für den Fernverkehr Richtung Schweiz, ein kurzes Autobahnstück durch den Pfänder mittels eines Tagespickerls zu nutzen. Jetzt muss mindestens eine 10-Tagesvignette gekauft werden, die zwar die Nutzung des gesamten österreichischen Autobahnnetzes ermöglicht, aber von vielen Verkehrsteilnehmern, die nur das kurze Stück durch Österreich in Richtung Schweiz wollen, gar nicht benötigt wird. Das kommt mir vor, als wenn man ein Glas Milch trinken möchte und statt einem Beutel Milch gleich die ganze Kuh kaufen muss.“

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