Alte Bahnbrücke in Illerbeuren: Vollsanierung bei langfristiger Nutzung empfohlen

10.7.2013. Wie geht es mit der sanierungsbedürftigen Bahnbrücke in Illerbeuren weiter?

Dieses Thema stand jetzt in der Sitzung des Bauausschusses des Unterallgäuer Kreistags auf der Tagesordnung. Soll die ehemalige Bahnbrücke, über die heute ein Geh- und Radweg führt, erhalten und weiter genutzt werden, empfahl Ingenieur Norbert Nieder eine vollständige Sanierung.
Dies hielt auch Landrat Hans-Joachim Weirather für sinnvoll. Das Bauwerk aus dem Jahr 1903 liege dem Landkreis am Herzen, so der Landrat. Es sei geschichtlich bedeutsam und habe eine besondere Ästhetik.

Bei Untersuchungen der Brücke wurden laut Walter Pleiner, Leiter des Tiefbauamts am Unterallgäuer Landratsamt, verschiedene Schäden festgestellt. Um eine sichere Nutzung zu gewährleisten, müsse man in absehbarer Zeit Maßnahmen ergreifen. Wie Nieder erläuterte, lässt die Festigkeit des Betons nach, Kanten lösen sich ab und es sind Risse vorhanden. Derzeit sei die Tragfähigkeit der Brücke aber noch ausreichend.

Nach einer vollständigen Sanierung könne die Brücke voraussichtlich 25 weitere Jahre genutzt werden, so Nieder. Danach müsse wieder investiert werden. Für eine Vollsanierung fallen nach seinen Worten grob geschätzt rund zwei Millionen Euro Kosten an.

Der Landkreis Unterallgäu hat die ehemalige Eisenbahnbrücke im Jahr 1977 von der Deutschen Bundesbahn kostenfrei übernommen. Die Bogenbrücke mit einer Spannweite von 56 Metern wurde nicht mit Eisen, sondern nur mit gestampftem Beton errichtet und steht unter Denkmalschutz. Das Landratsamt Unterallgäu prüft nun, welche Fördermöglichkeiten es für die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks gibt.

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