15.6.2013 – Geisterfahrer auf der A 7

16.6.2013 Kempten. Ein 64jähriger Pkw-Fahrer aus Baden-Württemberg sorgte am Samstagabend für einen Einsatz der Polizei auf der A 7.

An der Anschlussstelle Leubas fuhr er in falscher Richtung auf die Autobahn auf und setzte seine Fahrt dann auf dem eigentlichen linken Fahrstreifen in Richtung Süden fort.

Bei der Einsatzzentrale der Polizei gingen gegen 22.30 Uhr eine Vielzahl von Mitteilungen bezüglich des Falschfahrers ein. Mehrere Streifen von mehreren Dienststellen waren im Einsatz, um die Irrfahrt zu beenden. Ab der AS Oy-Mittelberg gelang es dann einem Steifenfahrzeug der Verkehrspolizei Kempten, sich neben den Falschfahrer zu platzieren.

Die Beamten fuhren dabei auf der vorgeschriebenen Fahrbahn Richtung Füssen parallel zum Falschfahrer und versuchten, diesen zum Anhalten zu bewegen. Der 64-Jährige ignorierte aber sämtliche Anhalteversuche und konnte schließlich erst durch eine Blockierung der Fahrbahn mittels Einsatzfahrzeuge an der AS Füssen zum Stehen gebracht werden.

Der Pkw-Fahrer zeigte sich angesichts des Polizeiaufgebots überrascht und war sich bis zur Anhaltung keines Fehlverhaltens bewusst. Zudem fuhr er schon seit einigen Kilometern auf der blanken Felge des rechten Vorderrades. Die Lauffläche war nicht mehr vorhanden, einen Grund zum Anhalten sah er darin aber auch nicht.

Fast 40 km legte der Falschfahrer durchgehend auf der Überholspur zurück. Es grenzt an ein Wunder, dass es zu keinem folgenschweren Frontalzusammenstoß kam. Verkehrsteilnehmer, die durch den dunklen BMW mit HDH-Kennzeichen gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Kempten (0831/9909-2050) in Verbindung zu setzen.

Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet.

(Verkehrspolizeiinspektion Kempten)

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