Betrüger ergaunern mit falschem „Gewinnversprechen“ 4.000 Euro

8.10.2020 Bidingen. Am Dienstag wäre eine 19-Jährige beinahe Opfer eines Betrugs geworden. Sie war von einem Mann angerufen worden, der sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgab und sich über ein Service-Programm Zugriff auf den Laptop und das Smartphone der Frau verschaffte.

Glücklicherweise konnte die Frau die beiden eingeleiteten Zahlungen noch vor Ausführung stoppen, sodass der Betrüger letztlich leer ausging. In letzter Zeit häufen sich die Fälle mit dieser Betrugsmasche, die bereits seit mehreren Jahren immer wieder benutzt wird.

Bernbeuren. Wie der Polizei gestern bekannt wurde, hatte eine Frau aus Bernbeuren weniger Glück.

Betrüger konnten sie am Telefon von einem Gewinn in Höhe von fast 50.000 Euro überzeugen. Um den Gewinn erhalten zu können wären aber zuvor Gebühren und Notarkosten zu entrichten, welche als Google-Play-Gutscheine zu übermitteln wären.

Nachdem die ahnungslose Frau durch das telefonische Durchgeben der entsprechenden Codes so bereits 1.000 Euro verloren hatte, wurde sie erneut angerufen.

Mit einer vorgetäuschten weitaus höheren Gewinnsumme – und daraus resultierend höheren Gebühren – wurden so abermals Gutscheinwerte in Höhe von mehreren Tausend Euro erbeutet.

Nach diesem Schema laufen immer wieder betrügerische Anrufe ab, meist von Callcentern aus dem Ausland. Den Angerufenen werden Gewinne in Aussicht gestellt, für die dann noch Steuern oder Gebühren fällig werden sollen, bevor sie überreicht werden können. Diese Gewinne existieren nicht.

Die Polizei rät:

• Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben!

• Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern, zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Sondernummern (gebührenpflichtige Sondernummern beginnen z.B. mit der Vorwahl: 0900…, 0180…, 0137…).

• Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.

• Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.

• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

(PI Marktoberdorf, DG)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)
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