Bauarbeiten zur Neugestaltung der Zumsteinwiese in Kempten

25.3.2021 Kempten im Allgäu. Die Bauarbeiten zur Neugestaltung der Zumsteinwiese an der historischen Schnittstelle zwischen Stadtpark und Residenzplatz haben begonnen. Dies ist der Lückenschluss und gleichzeitig Abschluss der Bauarbeiten in Kemptens grüner Mitte. Dabei wurde die Friedenslinde in den Hofgarten verpflanzt.

Zunächst wird die Sparkasse Allgäu ihre Tiefgarage an den Außenflächen sanieren und ein neues Abfahrtsbauwerk errichten. Parallel dazu startet die Stadt im Mai 2021 mit dem Aufbau der Oberflächen oberhalb der Tiefgarage. Anschließend wird der Heinz-Schubert-Platz zwischen Zumsteinhaus und Waschhaus neugestaltet sowie die Freiflächen und Wegebeziehungen entlang der Langen Stände und Richtung Stadtpark erneuert.

Die Bauarbeiten sind bis zur Allgäuer Festwoche 2022 abgeschlossen.

Im Zuge der Sparkassen-Tiefgaragensanierung musste die Friedenslinde verpflanzt werden. Dies wurde notwendig, da der Baum sehr nahe an der Tiefgaragenwand stand und hier ein Arbeitsraum für die Sanierung geschaffen werden musste. Ein Ersatzstandort wurde in Abstimmung mit dem Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten im Hofgarten gefunden. Dieser befindet sich im unteren Hofgartenbereich in der Nähe des Jugendhauses.

Zumsteinwiese

Die Neugestaltung der Zumsteinwiese setzt die Idee mit großzügigen Grüninseln aus dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb zum Stadtpark fort. Gleichzeitig entstehen dabei attraktive Aufenthaltsbereiche und Begegnungsorte für museumspädagogische Nutzungen im Bereich des Zumsteinhauses. Der Mosaikbrunnen wird in die neuen Wegebeziehungen integriert und gleichzeitig saniert.

Das neue Abfahrtsbauwerk umschließt künftig die technischen Einrichtungen wie Rückkühler, Entrauchungsanlagen und Treppenabgänge. Zusätzlich wird das Dach begrünt und mündet in eine Grüninsel mit Alpengarten, Staudenflächen und heimischen Gehölzen. Im Bereich der Grüninsel auf der Tiefgaragendecke werden Spielangebote für Kleinkinder geschaffen. Die Planungen berücksichtigen auch weiterhin Nutzungen für die Allgäuer Festwoche.

Friedenslinde

Das Verpflanzen der Friedenslinde war nicht ganz unproblematisch. Der Wurzelballen konnte sich aufgrund der Nähe zur Tiefgarage nicht richtig ausbilden. Die Herausnahme des gesamten Wurzelballens mit einem Großbaumgerät mittels Rundspatenmaschine war ebenfalls eine Herausforderung. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Friedenslinde an dem neuen Standort gut entwickeln wird.

Bezüglich des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus, betreut durch die Deutsch Israelitische Gemeinde, gibt es derzeit Planüberlegungen, inwieweit im Bereich des Friedensbaumes beim Hofgarten ein gemeinsamer Gedenkort geschaffen werden könnte. Hier haben schon erste Vorgespräche stattgefunden. Es geht dabei darum, wie dieser Gedenkort würdig gestaltet werden könnte. Wenn die Planungen dazu fertig sind werden diese in den politischen Gremien vorgestellt. Dies erfolgt vermutlich im Planungs- und Bauausschuss im Mai. Den Anstoß für einen neuen Gedenkort hat der Verein DIG gemacht.

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