Ausstellung „SchlangenLinien – Vom Suchen und Finden in der Kunst“ Wangen im Allgäu

Sonntag, 26. Januar 2020
11:00

25.1.2020 Wangen im Allgäu. Die Städtische Galerie In der Badstube, Lange Gasse 9, ab Sonntag, 26. Januar 2020, die Ausstellung „SchlangenLinien – Vom Suchen und Finden in der Kunst“ mit Bildhauerei, Zeichnung, Malerei und Installation von Magda Krawcewicz aus Hamburg und Thomas Putze aus Stuttgart.

Die Eröffnung ist am Sonntag um 11 Uhr. Das Grußwort zur Eröffnung spricht Oberbürgermeister Michael Lang, die Kunsthistorikerin Birgit Wiesenhütter führt in die Thematik ein, Thomas Putze zeigt eine Performance.

Magda Krawcewicz, 1978 in Gorzow Wielkopolski in Polen geboren, von 2000 bis 2006 Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in den Fachbereichen Gestaltung und Fotografie, arbeitet in ihrem Hamburger Atelier bildhauerisch mit Porzellan. Schlangenartige Körper ruhen schwerelos auf dem Untergrund. Verführerisch und bedrohlich wirken sie auf den Betrachter.

Die Textur der Oberfläche entsteht aus Abformungen gefundenen Materials, aber nicht von Schlangenhaut. So wird aus der Negativform ein plastisches Positiv und die wesensfremde Stofflichkeit verwandelt sich in etwas Neues. Im Kontext damit stehen ihre porzellanen, maskenhaften Gesichter einer „Ophelia“, „Medusa“ oder „Persephone“.

Um die zerbrechliche Schönheit des Materials und darum, einen anderen Menschen in seinem Innersten zu berühren, drehe sich ihr Tun. Themen wie Eros und Thanatos, Leben und Tod bestimmen ihr Werk.

Thomas Putze, 1968 in Augsburg geboren, 1998 bis 2003 Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie in Stuttgart, ist mit seinem Atelier in den Stuttgarter Wagenhallen anzutreffen. Zuvorderst sind es seine aus gefundenen Holzresten gesägten und geschnittenen Skulpturen. Als Tiere und Menschen, kombiniert mit allfälligen weggeworfenen Materialien, woraus ungewohnte Gegenüber entstehen.

Eigensinnige und recht autarke Geschöpfe sind es, die sich ihres Aussehens mitnichten schämen: Adler mit Schwingen aus Gummireifen, eine Spätzlespresse, die dem Reiher zum Schnabel gerät, eine Rohrtruppe oder Bürstenfrauen. Das Zusammentreffen mit Magda Krawcewicz hat ihn aktuell zum Motiv der Schlange inspiriert. Das wird neben einer Reihe von einzelnen Skulpturen und Tuschpinselzeichnungen Ausdruck in einer raumfüllenden Installation finden.

Sein Universum kommt mit unfreiwilliger Komik in tragischen Situationen daher, geht es dabei doch stets um die versehrte Körperlichkeit allen Lebendigen.

Info: Die Ausstellung dauert bis 19. April 2020. Sie ist geöffnet von Dienstag bis Freitag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis 17 Uhr.

Näheres ist bei der Geschäftsstelle der Städtischen Galerie, Zunfthausgasse 4, 88239 Wangen, unter Telefon 07522 / 74247 und im Internet unter www.galerie-wangen.de zu erfahren.

Kreuzotter (Vipera berus) Werbung: